Qualität in der Wissenschaft darf nicht geopfert werden

Dr. Bernd Grimmer MdL: Qualität in der Wissenschaft darf nicht geopfert werden

Pressemitteilung – Stuttgart, den 03.03.2021

Der wissenschaftspolitische Fraktionssprecher Dr. Bernd Grimmer hat sich empört über das Vorgehen der Universität Liverpool gezeigt, aufgrund quantitativer Kennzahlen 47 Wissenschaftler der Gesundheits- und Lebenswissenschaften zu entlassen. „Nach übereinstimmenden Medienberichten sollen sie vergleichsweise wenig Drittmittel eingeworben habe oder seltener zitiert worden sein als Kollegen. Dieser Umgang mit Forschern ist skandalös und darf auf keinen Fall Usus werden. Die AfD warnt seit langem vor der Durchökonomisierung der Universitäten und Hochschulen, da das zu Abhängigkeiten und solchen unfassbaren Entscheidungen führt, die mit der Forschung im eigentliche Sinne rein gar nichts zu tun haben.“

Die Universität von Liverpool ist nun zum Exemple par excellence geworden, das alle Wissenschaftler und Forscher aufhorchen lassen soll und wird, ist sich Grimmer sicher. „Wir begrüßen die Stärkung der Handlungsspielräume der Hochschulen und Universitäten. Wir lehnen jedoch den ökonomischen Mehrwert der Wissenschaft als Grundprinzip entschieden ab. Wir wollen auch nicht, dass der Erkenntnisnutzen nur in der Gründung von Start-ups gemessen wird. Der gesellschaftliche Nutzen lässt sich doch nicht ausschließlich nach vermeintlich quantifizierbaren Rationalitätskriterien beurteilen. Ich warne Ministerin Bauer (Grüne) in Anbetracht dieser Entwicklung davor, einen ähnlichen Weg weg vom humboldtschen Bildungsideal hin zum hayek‘schen Glauben an die Überlegenheit der Markt- und Wettbewerbssteuerung einer ‚unternehmerischen Hochschule‘ zu gehen.“

Pforzheimer Zeitung – Grobes Foul einer vermeintlich Unparteiischen

Pforzheimer Zeitung – grobes Foul einer vermeintlich Unparteiischen

In der PZ äußerte sich kürzlich „die regionale SPD-Spitze“ zum Aufmarsch einiger Rechtsextremisten anlässlich des Jahrestages der Bombardierung von Pforzheim. Mieser Höhepunkt des verlogenen, moralischen Getues der Spezialdemokraten: Ein verbaler Tiefschlag der übelsten Art gegen den politischen Gegner: Die NPD sei der „große, glatzköpfige Bruder der AfD“.

Ein widerwärtiger Affront und absoluter Tiefpunkt im Wahlkampf von Baden-Württemberg. Bei allem Verständnis für die Nöte einer sich in Agonie befindliche Partei – das geht entschieden zu weit! Die Truppe um Katja Mast hat offensichtlich alle Regeln des Anstands und den letzten Rest an Redlichkeit im Umgang mit dem politischen Gegner fahrenlassen. Eine unglaubliche Entgleisung!

Den Skandal im Skandal leistete sich allerdings die Pforzheimer Zeitung, die die Schmähung inmitten des Wahlkampfs nicht nur bereitwillig abdruckte, sondern sich über die AfD-Gemeinderäte auch noch lustig machte. In der Montagsausgabe bezeichnete die PZ die Entrüstung der AfD als „nervöse Zuckungen“. Eine Unverschämtheit sondergleichen!

Wir halten eine sich um Neutralität bemühende Presse für unverzichtbar für ein funktionierendes demokratisches Gemeinwesen und würden dringend empfehlen, dass insbesondere Medien, die sich selbst für Qualitätsmedien halten, nicht als willfähriges Sprachrohr für Hass und Hetze fungieren.

Dr. Bernd Grimmer rügt SPD-Entgleisung

Pressemitteilung

Grimmer rügt SPD-Entgleisung

In einer Reaktion auf eine Pressemeldung der regionalen SPD-Spitze, in der die NPD als „der große glatzköpfige Bruder der AfD, die in unseren Parlamenten die Demokratie zu zersetzen versucht“ bezeichnet wird, rügt der AfD-Landtagsabgeordnete Bernd Grimmer „diese Äußerung als bisher extremste Entgleisung in diesem Wahlkampf“ und fordert die SPD zu einer Entschuldigung auf.

Eine solche Aussage, welche das Niveau bisheriger Äußerungen der Frau Mast noch unterträfen, hätte in diesem Wahlkampf nichts verloren und beschädigte nach seiner Überzeugung die Glaubwürdigkeit des parlamentarischen Systems. Gerade Sozialdemokraten, welche im Landtag häufig den Gruß gegenüber AfD-Abgeordneten verweigerten, zeigten kein größeres demokratisches Vorbild als ihre grünen Kollegen, welche AfD-Parlamentsreden oft durch Verlassen des Plenarsaals zu diskreditieren suchten. Offenbar sei der SPD nicht bekannt, dass die AfD für die Mitgliederaufnahme eine Unvereinbarkeitsliste mit allen extremen Organisationen verwendet, in der natürlichauch die NPD zu finden ist – eine Einschränkung, welche in der SPD gegenüber ehemaligen Mitgliedern der KPD, SED oder anderen extremistischen Organisationen nicht existiert.

Auch scheint die SPD auf einem Auge blind zu sein, wenn sie keinen Ton darüber verliert, dass rund ein Drittel der Bundestagsabgeordneten ihres Wunsch-Koalitionspartners Die Linke Gruppierungen unterstützt, welche vom Verfassungsschutzbeobachtet werden; 15 seien Mitglieder von Gruppen, die das Bundesamt zu den extremistischen Strukturen zählt, weil sie auf einen „grundsätzlichen Systemwechsel“ hinarbeiten.

„Wo bleibt da die eindeutige Distanzierung der SPD“, fragt Grimmer, „Frau Mast und Kollegen scheinen wild entschlossen zu sein, die einst große Partei SPD durch ihr Verhalten in den einstelligen Bereich führen zu wollen“.Pforzheim, den 28.02.2021