Die grauenhaften Morde an Frauen und Mädchen in Würzburg und in Wien lassen niemanden kalt. Zumindest nicht Menschen, die sich ihr Mitgefühl bewahrt haben.

Doch dieses Gefühl scheint zunehmend abhanden zu kommen. Auffallend oft gerade bei denen, die sich besonders lautstark und medienwirksam auf Menschlichkeit und Moral berufen.

Allen voran die Kanzlerin, die in dem Wahn lebt, mit ihrer Grenzöffnung eine humanitäre Großtat vollbracht zu haben. In solchem Kontext gerät Würzburg leicht zum lässlichen Kollateralschaden.

Völlig abgestumpft auch unsere EM-Kicker: Für „Black lives“ sinken sie theatralisch auf die Knie – für die weißen Opfer des schwarzen Würzburg-Killers reicht es nicht einmal zu einem Trauerflor.

Bei Feministinnen dasselbe in Grün: In Dauerschleife fordern sie Geschlechtergerechtigkeit, tauchen aber regelmäßig ab, wenn ihre Geschlechtsgenossinnen von Migranten wie Dreck behandelt werden.

Auch die kollektive Gefühlskälte anderer linker Eiferer passt da ins Bild: Für Kriegstote, Bombenopfer, und Heimatvertriebene empfinden diese kranken Seelen meist nur Hass und Häme.

Mitgefühl und Mitleiden scheint allmählich verschütt zu gehen. Nur zur Durchsetzung eigener oder gruppenbezogener Partikularinteressen scheinen Gefühle (respektive deren Verletzung) noch zu taugen. Und wer den größten Opferstatus für sich beanspruchen kann, dem liegen alle zu Füßen.

https://www.bild.de/politik/kolumnen/kolumne/kommentar-zu-wuerzburg-merkels-schweigen-ist-fatal-76964352.bild.html