Anfang März ließ eine Nachricht aufhorchen, dass bis zu 90 Prozent der Covid-Intensivpatienten Menschen mit Migrationshintergrund seien. Lothar Wieler vom RKI und etliche Chefärzte hatten sich dahingehend geäußert und „Kommunikationsbarrieren“ dafür verantwortlich gemacht.
Auf Nachfrage jedoch winkten die Mediziner allesamt ab und verwiesen darauf, dass die Ethnie in Kliniken nicht erfasst würde. Hinter vorgehaltener Hand wurde die Angst vor „Rassismus-Vorwürfen“ eingeräumt, man wolle das heikle Thema lieber nicht anrühren.
Wielers Vorschlag, dass man „über Moscheen an diese Menschen herangehen müsse“, rief sofort die Oberfaktenchecker von „Correctiv“ auf den Plan. Messerscharf kombinierten diese, dass hier wohl „Menschen mit muslimischem Glauben gemeint“ seien. Alarmstufe Rot!
Was folgte und unten im Link nachzulesen ist, sind wachsweiche „Richtigstellungen“. Aussagen seien „in einigen Teilen“ nicht korrekt wiedergegeben, es handle sich um „persönliche Erfahrungsberichte“, die weder repräsentativ noch statistisch belegbar seien.
Was sind das für Journalisten, die ihre Aufgabe primär darin sehen, die öffentliche Meinung zu lenken, anstatt zu recherchieren, ob nicht vielleicht doch private Zusammenkünfte im großfamiliären Rahmen mitverantwortlich sein könnten, dass die Intensivstationen volllaufen?
Warum geht man nicht endlich sämtlichen Spuren nach, um die Infektionsketten aufzuspüren und das Volk aus der Geiselhaft für das Versagen der Politik zu entlassen? Warum haben die Verantwortlichen im Land so wenig Courage und opfern die Demokratie einer Handvoll dauerempörter Schreihälse?

https://correctiv.org/faktencheck/2021/03/04/herkunft-von-covid-patienten-wird-in-deutschland-nicht-erfasst-bild-reisst-laut-rki-und-bethanien-klinik-aussagen-aus-dem-kontext/